SZM, Studienkreis Zürcher Mineraliensammler Studienkreis Zürcher Mineraliensammler

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Schweizer Vereinigung der Strahler, Mineralien- und Fossiliensammler

   
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MONATSBULLETIN September/Oktober 2003   (09/10)

Liebe Mineralien-Sammler und Sammlerinnen

Nach diesem unglaublichen Sommer sind alle "Alpin-Sucher" sicher auf ihre Rechnung gekommen. Die Berge boten nebst ausgezeichneten Fundbedingungen auch etwas angenehmere Temperaturen. Andere haben während den Sommerferien auch andernorts hier und da einen Stein umgedreht und ich hoffe, dass alle SZM-Mitglieder und -Mitgliederinnen irgendwie erfolgreich waren. So freue ich mich auf ein baldiges Wiedersehen an einem der nächsten Anlässe.

Für alle die nicht dabei sein konnten, möchte ich kurz die letzten Anlässen Revue passieren lassen. Der Mai-Vortrag von Andreas Weerth war sicher etwas vom Interessantesten und Spannendsten, was wir je hatten - genau 60 Besucher lauschten fast zwei Stunden den reichhaltigen Erlebnisberichten über Kultur, Naturgewalten und Mineralien in Nordpakistan und Afghanistan! Auch der Vortrag von Hansruedi Brun über die russische Halbinsel Kola nördlich von Finnland fand viel Interesse und mancher Zuhörer erwägt nun eine ähnliche Mineralienreise in diese faszinierende Gegend. (Info-Material zu beiden Vorträgen werde ich an der nächsten Versammlung mitbringen).

Die Mineralien-Exkursion zum Piz Beverin fand sehr rege Beteiligung - die Teilnehmer von 11-84 Jahren wurden alle irgendwie fündig - siehe auch weiter unten. An die Exkursion ins Tessin kamen auch zwei Gäste aus dem Ausland (Belgien und USA) und die Stimmung war sehr gut. Oberhalb des Ritom-Sees waren wir weniger fündig als rund um den Lucendro-Pass. Die Exkursion ins Habachtal war innert wenigen Tagen ausgebucht und die 26 Teilnehmer haben alle zweieinhalb ausserordentlich interessante Tage im Pinzgau erlebt - tolles Wetter, ein ausgezeichneter Vortrag von Erwin Burgsteiner, eine geduldige und kompetente Einführung ins Smaragdwaschen, ausgezeichnete Bewirtung und alle haben einen Smaragd mit nach Hause gebracht - was will man mehr?

Olivier Roth



Achtung - kurzfristig:

SZM an der Ausstellung von Pirol

Der Vogelzüchter-Verein Pirol aus Winterthur hat den SZM freundlicherweise als Gast an seine zweitägige Ausstellung eingeladen. Besucher sind natürlich sehr willkommen - nebst Informationen gibt es auch noch einen Stand mit Mineralien zum Kauf.

Ort: Schulhaus Hohfurri, Hohfurristrasse, Winterthur Wülflingen
Datum und Zeit: Samstag, 10.10.03 9:00 - 20:00; Sonntag, 11.10.03 10:00 - 17:00
Eintritt: Fr. 4.-


Einladung September

Mittwoch, 10. September 2003, 19.30 Uhr. (sofort in Agenda eintragen) Monatsversammlung in der Neumünsterstube des Kirchgemeindehauses Neumünster, Seefeldstrasse 91, 8008 Zürich (Tramhaltestelle Feldeggstrasse der Linien 2 + 4)

Vortrag: "Eine Reise durch die Mongolei"
von Beat Imhof, Baslerstr. 8, 4632 Trimbach


Dinosauriersuche in der Wüste Gobi

Beat Imhof in seinem Geowissenschaftlichen Atelier
Beat Imhof hatte 1991, kurz nach dem Zerfall der Sowietunion, die Gelegenheit mit der ersten Reisegruppe die weltberühmte Dinosaurierfundstelle in der Wüste Gobi zu besuchen. Die Reise führte auch ins Altai-Gebirge, zu russischen Kupferminen, in den bewaldeten Norden u.s.w. Der Vortrag wird aber auch Eindrücke über Land und Leute, die Fossilfunde, die prächtige Pflanzenwelt sowie die wilden Tiere vermitteln. Der Redner ist ein kompetenter Paläontologe und betreibt in Trimbach ein Geowissenschaftliches Atelier, wo er auch Fossilien zum Kauf anbietet (http://www.fossils.ch)

Gäste sind wie immer willkommen.


Einladung Oktober

Mittwoch, 8. Oktober, 19.30 Uhr. (sofort in Agenda eintragen) Monatsversammlung in der Neumünsterstube des Kirchgemeindehauses Neumünster, Seefeldstrasse 91, 8008 Zürich (Tramhaltestelle Feldeggstrasse der Linien 2 + 4)

René Just Haüy (1743-1822)

Literatur zum Thema
  • "Das grosse Lapis Mineralienverzeichnis", S. Weiss, 2002, 287 Seiten, Lapis Verlag.
  • "Die Namen der Steine", Hans Lüschen, 1979, 380 Seiten, Ott Verlag.

Vortrag: "Synonyme - unbekannte Namen bekannter Mineralien"
von Fritz Gautschi, Sprengimatt 9, 6020 Emmenbrücke

Mineralien wurden seit alters nach besten Kenntnissen bestimmt und benannt - z.B. von einem der ersten Mineralogen René Just Haüy. Da sich die Bestimmungsmethoden nach und nach verbessert haben und die Wissenschaft einen immer intensiveren internationalen Austausch pflegte, wurde immer wieder erkannt, dass gewisse Mineralarten eigentlich mehrmals oder falsch bestimmt wurden und somit mehrere unterschiedliche Namen erhalten haben. So benennt z.B. "Desmin" und "Stilbit" ein und dasselbe Mineral. Die Wissenschaft bemüht sich nun darum, eine international gültige und einheitliche Verwendung der Mineralnamen vorzuschreiben (so soll z.B. anstatt "Bleiglanz" nur noch "Galenit" verwendet werden). Andererseits haben eben die verschiedenen Mineralnamen auch ihre eigene Geschichte und kulturhistorischen Hintergrund und bilden infolgedessen mit Bestimmtheit ein interessantes Vortragsthema.

Fritz Gautschi befasst sich seit vielen Jahren hobbymässig mit Mineralien-Systematik und ist unter anderem auch Kustos der Mineraliensammlung im Naturmuseum Luzern.


Exkursion

Noch eine Exkursion steht dieses Jahr an: Lukmanierschlucht: 27. September
(Goldwaschen und Besuch des Museums "La Truaisch")
siehe auch Exkursionen


Mutationen

Aus Datenschutzgründen haben wir die Namen und Adressen unserer Neumitglieder entfernt.
Mitglieder können diese selbstverständlich jederzeit beim Aktuar (E-Mail: Philipp Kuster) erfragen.


Werkenraum & Bibliothek

Geöffnet jeden ersten Dienstag des Monats ab 19.30 - 21.30 Uhr im 2. UG des Gemeinschaftszentrums Riesbach, Seefeldstr. 93, 8008 Zürich (vis à vis Kirchgemeindehaus Neumünster).

Nächste Daten: 2. September, 7. Oktober, 4. November 2003.


Neu in der Bibliothek

"Mineralien aus Vorarlberg", 80 Seiten, 1989, Anton Polz, Vorarlberger Verlagsanstalt. - Katalog-Nr. 192


Bestimmungs-Lehrgang für Anfänger

wird wiederholt !
Da es nicht für alle Interessierten möglich war, den Mineralienbestimmungs-Kurs für Anfänger unseres Vereinsmitglieds Felix Mattenberger zu besuchen, hat sich Felix freundlicherweise bereit erklärt, diesen Kurs noch einmal durchzuführen - herzlichen Dank!

An drei Abenden (siehe Beilage) werden die Methoden des systematischen Vorgehens vermittelt, sodass man nachher auch unbekannte Mineralien selber bestimmen kann. Alle Teilnehmer des ersten Kurses waren des Lobes voll, von Felix' Fachkompetenz beeindruckt und haben auch die Atmosphäre sehr geschätzt.

Ein Info- und Anmeldeblatt wurde versandt und ist auch online abrufbar.
Achtung: Anmeldung bis 8. September 2003


Gesucht Börsenleiter(in)

Wir suchen einen Organisator oder eine Organisatorin der "Internationalen Zürcher Mineralien- und Fossilien-börse" (s.a. deren Homepage). Kurt Arnold möchte auf 2005 sein Amt an eine(n) Nachfolger(in) abtreten. Dieses Amt erfordert organisatorisches und unternehmerisches Geschick oder Flair für Marketing und wird auch umsatzabhängig entlöhnt.
Interessenten melden sich bitte bei Kurt Arnold, Wartburgstrasse 3, CH - 4657 Dulliken. Tel./Fax: +41 (0)62 295 1823; E-Mail: arnold.kurt@geissacher.ch


Ausstellung

Mineralien aus der "KLUFT 2000" (Superfund im Lugnez) im Museum Laax. Ausstellung von Michael Flepp und Alfons Derungs. Dauer: 15. Juli - 16.Oktober 2003 Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag 15:00 - 18:00 Uhr http://www.laax.ch/museum


Ausstellung

"Goldfieber" im Helvetischen Goldmuseum, Schloss Burgdorf. Ausstellung über 5 Persönlichkeiten, die sich mit Gold befassen. Dauer: 16. März 2003 - 7. März 2004 Öffnungszeiten: April-Oktober: Montag - Samstag 14:00 - 17:00; November - März 11:00 - 17:00 Uhr http://www.schloss-burgdorf.ch/goldmuseum/


Ausstellung

"Dinosaurier" im Naturhistorischen Museum Basel mit Rahmenprogramm Dauer: 14. Juni 2003 bis 25. Januar 2004 Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr, http://www.nmb.bs.ch/


Sonderschau Saurier

Im Sauriermuseum von Siber+Siber in Aathal ist derzeit eine Sonderausstellung zum Thema "Flugsaurier" zu bewundern. Anhand von fossilen Funden skizziert sie die Evolution dieser Tiergruppe. Lebensgrosse und lebensechte Modelle veranschaulichen auf eindrückliche Weise Körperbau und Lebensweise. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr. Sonntags 10.00 bis 18.00 Uhr Geöffnet an allen Feiertagen (ausser 24. Dez., 25. Dez & 1. Jan.)

Aktuell: sensationeller Fund eines riesigen Schulterblattes, möglicherweise eines Seismosaurus! Weitere Infos auch auf der Webseite des Sauriermuseums.


Mineralienhefte

Folgende Hefte sind jahrgangsweise vom Verein abzugeben:
Schweizer Strahler (1972 - 91; Fr. 20.-/Jahr), Lapis (1978, 79, 82 - 91; Fr. 40.-/Jahr), Mineralogical Record (1978 - 90; Fr. 40.-/Jahr)

Die Hefte können im Werkenraum zu den normalen Öffnungszeiten gegen das entsprechende Entgelt abgeholt werden - "es hät solangs hät" - "es hät no"...


Exkursionsbericht

Am 28./29. Juni, inmitten der so eindrücklichen Sommerhitze-Periode finden sich 28 Teilnehmer frühmorgens am Glaspass ein.

Von elfjährigen Schatzsuchern bis zum 84 jährigen Routinier sind alle Altersgruppen vertreten und mit den verschiedensten Schürfgeräten bewaffnet bereit einen neuen Superfund zu heben. Heute Samstag geht's zur "Weissen Nolla" - die meisten Autos finden den Weg zum beschriebenen Parkplatz - bei den anderen helfen die Beifahrer auf den richtigen Weg. So machen sich schliesslich Dick und Dünn auf dem Wanderweg über die schwarze Nolla zur Alp Masügg. Ein paar Teilnehmer orten bessere Chancen in der weniger weit entfernten "Schwarzen Nolla" den anderen erläutert Röbi Hauser die Kluftanzeichen im horizontal liegenden Bündnerschiefer: bei einer Einschnürung im Schiefer, einem darüber liegenden "Sack" und einem vertikalen Quarzband soll man etwas unterhalb graben. Der Quarz sollte sich einfach wegbrechen lassen und dann geht die Kluft auf...

Das tönt ja ganz einfach. Die elf- und zwölfjährigen Buben sind ganz fasziniert - ihre Mutter findet allerdings das Gelände etwas arg steil. Etwas später sind dann für andere Mineraliensucher die zahlreichen umgestürzten Baumstämme schier (oder gänzlich) unüberwindbare Hindernisse. So verteilt sich die beträchtliche Sammlergruppe im nu von selber im grossen Gebiet. Ab und zu begegnet man wieder einem der Schatzsucher und befragt sich über den bisherigen Erfolg. In der Nolla liegt ein riesiger Block und ein paar der unsrigen arbeiten an einer Spalte, die das ganze Gesteinspaket durchquert. Es ist eine schöne Kluft, die im Gestein vom Piz Beverin heruntergestürzt sein muss. Die Quarze sind vereinzelt bis 10 cm lang und die Calcitrhomboeder etwa gleich gross. Aber eine Stufe bergen zu können ist mit normalem Handwerkzeug unmöglich und einzelne Kristalle herauszubrechen ist auch nicht unsere Art. Im Schutt finden sich ein paar nette Kristalle und am Rand gelingt es doch noch ein paar Stufen zu wegzumeisseln. Röbi zertrümmert irgendwo ein Quarzband rein zufällig (er vermutet eine Kluft darunter) um dann im Inneren ein paar wunderbar klare Kristallstufen zu bergen... Aber auch viele andere werden durchaus fündig und kehren zufrieden ins Gasthaus Glaspass.

Nach gutem Nachtessen, mehr oder weniger Bieren und einem kühlenden Gewitter gehen alle erstaunlich früh ins Bett. Manche sind ob der anhaltenden Sägegeräusche erstaunt, dass das Holzhaus am nächsten Morgen noch steht (ob sie dabei von Klüften und Kristallen träumen konnten, entzieht sich meiner Kenntnis)...

Am Sonntag geht's unter die Zwölffingerstöcke wo sich aber heute das Glück rar macht. Die meisten finden es an der prallen Sonne etwas gar durstig - da hilft ein Schluck im Gasthaus Glaspass wo sich die meisten am Nachmittag verabschieden.

Röbi, vielen Dank für die tolle Exkursion!

Olivier Roth


Nächstes Bulletin

Das nächste Bulletin erscheint Ende Oktober.

Kurzbeiträge zu Sachfragen, sowie Erlebnisberichte, Kleininserate, Hinweise, Beobachtungen u.s.w., sind an Olivier Roth einzureichen. (Binzeggerweg 3, 8180 Bülach; Tel./Fax: 01 860 14 54; Email: oroth@access.ch)


Mit freundlichen Grüssen

Der Vorstand

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