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Mitgliederbeitrag: "Heinz Down Under VII"

Australien, August 2001

Guten Morgen, da bin ich wieder.

Herrlich geschlafen! Weiterfahrt bis Fitzroy Crossing. Camping beziehen im schoenen Fitzroy River Resort. Eine Wanderung dem Fluss entlang (nur kurz) und ein Bootsfahrt in der Geikie Gorge mit ganz aussergewoenlichen Auswaschungen an den Felsen und vielen Suesswasserkrokodilen (sind viel kleiner als die "Salties" und eigentlich harmlos) war einmal mehr ein Erlebnis. Aber das war noch nicht alles. Am andern Tag gings in den "Tunnel Creek". Der Einstieg war eine ziemliche Kletterei durch die Felsen (da ist mal was eingestuerzt) und dann gings los. Mit der grossen Laterne in der Hand durch Wasser und über steinige Partien. Gottseidank war das Wasser nicht kalt. Mittendrin wird es Licht, da die Decke eingestuerzt ist, aber sonst ist es stockdunkel und das Wasser manchmal gut knietief oder noch etwas hoeher. Das hat Spass gemacht!! Eine Wanderung ist der Windjana Gorge (auch wieder mit ein paar "Freshies", sprich Suesswasserkrokodilen) brachten einen interessanten neuen Tag. Die Strasse war zwar ziemlich schlecht mit einigen Creeks mit Wasser, aber man kann ja nicht alles haben. Dafuer sind auch nicht soviele Leute dort. Gottseidank hatte ich am andern Tag mal "Putzwut" (leider passiert das eher selten) und auch ein Ruhetag ist manchmal vonnoeten.

Der naechste Tag brachte uns wieder ans Meer nach Derby. Herrlicher Sonnenuntergang vom Pier aus und am andern Morgen weiter nach Broome. Erst im 2. Camping bekamen wir einen Platz. Anscheinend muessen die Leute manchmal drei Tage warten, bis sie einen Platz in einem Camping bekommen. So hatten wir noch Glueck. Broome liegt schoen am Meer und hat wunderschoene Straende. Heute waren wir das bis jetzt erste und einzige Mal im Kino und zwar im aeltesten Freiluftkino Australiens. Der Film hiess "Chocolate" und war sehr gut. Ein Besuch auf einer "Perlenfarm" war ganz interessant, aber gekauft habe ich nichts! Dann gings weiter zum "Eighty Mile Beach" Car.Park., wunderschoen direkt am Meer aber "dank" einer grossen Duene hat man es nur gehoert und nicht gesehen. Unsere Nachbarn auf dem Camp.Platz hatten 8 Kamele! Sie gehen zu Fuss von Perth nach Alice Springs und brauchen dafuer 2 Jahre. Die Kamele tragen die Lasten (z.B. 400 Lit. Wasser) und nur der Hund darf reiten. Denis schreibt Buecher und macht Dokumentarfilme. Im Moment sei er auf Pro 7 in "Welt der Wunder" zu sehen, aber nicht regelmaessig. Der Strand ist hier bei Ebbe so breit, dass man am Horizont kaum ausmachen kann, was noch Wasser und was schon Himmel ist!

Weiter gings mit einem Abstecher zum Cape Keraudren und einer Uebernachtung im Pardoo Roadhouse (Camping) nach Port Headland. Eine Tour fuehrte uns in den Hafen (der sonst nicht zugaenglich ist), wo Eisenerz verschifft wird. Von Port Headland gings nach Marble Bar, das anscheinend die heisseste Stadt Australiens ist. Stadt ist zwar uebertrieben, es hat nur 357 Einwohner, aber dafuer im Fluss eine "Steinbarriere" wie ein Damm, aus Jaspis. Urspruenglich meinten sie, es waere Marmor, daher der Name. Nach Marble Bar war dann nur noch ungeteerte Strasse. Nicht schlecht, aber staubig. In Nullagine wollten wir eigentlich Amethyste suchen, haben aber die Fundstelle nicht gefunden. Dafuer am andern Tag (vor der Weiterfahrt) noch etwas Jade. Bei Roy Hill Station gings dann direkt nach Westen und da der naechste Ort heute nicht mehr zu erreichen war (oder nur nach Dunkelheit, es ist ja um 18 h schon dunkel) haben wir wieder einmal neben der Strasse auf einem harten, ebenen Platz uebernachtet. Ausser dem Eisenerzzug, der ziemlich nahe vorbeifuhr, war es herrlich ruhig und ein wunderschoener Sonnenuntergang und Sonnenaufgang rundeten die ganze Sache ab. Leider war dann am Morgen die Gasflasche leer (aber wir hatten ja noch den Camping Kocher) und einen Platten hat wir auch noch. Also gings dann ganz schoen "sueferli" bis zum Auskie Roadhaus, wo auch der Reifen problemlos geflickt wurde.

Und dann nichts wie los in den Karijini Nat.Park mit seinen wunderschoenen Schluchten (Gorges). Die meisten dieser Schluchten haben wir nur vom oberen Rand betrachtet. Sie waren uns doch ein wenig zu steil. Nur in die Dales Gorges sind wir hinuntergestiegen (und natuerlich wieder rauf). Ich hab die Stufen nicht gezaehlt!

Naechster Halt war Tom Price und ein Besuch in der groessten Tagebau Eisenerzmine Australiens. Sie ist wirklich gewaltig und man sieht neben diesen Riesenbaggern etc. aus wie ein "Zwergli". Auf der Weiterfahrt Richtung Westen war noch eine Amethystfundstelle auf dem Plan und zwar in Wyloo. Diese haben wir gefunden! Auch Amethyste haben wir gefunden (kleinere Stuecke haette man sogar kuebelweise auflesen koennen). Da unsere Transportmoeglichen beschraenkt sind, werden wir leider noch einiges aussortieren muessen.

Einer Uebernachtung im Nanutarra Roadhouse folgte eine weitere Uebernachtung in Giralia (einer "Station", sprich Riesenfarm) und am nächsten Tag die Fahrt wieder ans Meer nach Exmouth. Auch der "Lighthouse" Caravan Park liegt direkt am Meer. Es scheint, dass (wie an der Atlantikkueste in Frankreich) immer eine Duene zwischen dem Meer und der Strasse oder dem Camp.Platz ist. Aber was solls. Mit dem schoenen Geraeusch der Brandung laesst es sich auch gut schlafen. Deshalb wieder einmal "gute Nacht" und bis bald wieder. Bleibt gesund.

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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