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Mitgliederbeitrag: "Heinz Down Under VIII"

Australien, August 2001

Guten Tag allerseits.

Mit dem Geräusch der Brandung aufzuwachen ist ebenfalls schön. Was wir nicht wussten ist, dass soeben die Schulferien begonnen hatten und natürlich alles ueberfüllt war. Wir haben alle Strände entlang der Küste "abgeklappert" und überall, wo es möeglich war, auch lange Strandspaziergänge gemacht. Den Yardie Creek hätte man problemlos durchfahren können, aber wir hatten absolut keine Lust, am Abend das Auto unten gründlich vom Salzwasser zu befreien. So sind wir zu Fuss auf die andere Seite, das Wasser war ja höchstens Mitte wadentief. Das Wasser ist herrlich und das Ningaloo Riff meistens ganz nah. Heinz hat ausgiebig geschnorchelt und ich habe mich jeweils nachher mit der Maske auch umgesehen. Die Vielfalt und die verschierdenen Farben und Formen der Fische und der verschiedenen Korallen waren wirklich herrlich. Da im berühmten Bade- und Schnorchelort Coral Bay kein Platz im Car.Park zu bekommen war, sind wir von Exmouth aus für einen Tag hingefahren und haben es nicht bereut. Auch eine Fahrt mit dem Glasbodenboot war ein Erlebnis. Der Strand beim "Mildura" Schiffswrack, das man vom Ufer aus sehr gut sieht, war ein Paradies zum "Müschele" (sprich Muschelsuchen).

Naechste Station war dann Carnarvon. Hier sind wir 1,6 km auf dem alten Holzpier ins Meer hinausspaziert und dann mit dem kleinen "Jettyzuegli" zurückgefahren. Ein Ausflug zu den Blowholes war mehr als eindrücklich. Das Wasser wird mit dem entsprechenden Geräusch durch ein kleines Loch im Felsen gedrückt und spritzt hoch auf. Von Cape Cuvier aus sieht man den Pier, wo Salz und Gips verschifft werden. Eigentlich sollte Nanga unser naechster Übernachtungsort sein, aber es war kein Platz zu bekommen. Glücklicherweise hatten wir angerufen. So blieben wir in Hamlin Pool, was sich als viel ruhiger erwies. Hier gibt es sogenannte Muschelfelsen, d.h. bis zu 10 Meter tiefe hartgepresste Muschelbänke, die zum Hausbau verwendet wurden. Heute werden dort nur noch fuer Renovationen von alten "Muschelhäusern" Bloecke herausgesaegt. Hier gibt es Stromatoliten, d.h. die aeltesten Lebewesen (Bakterien) auf der Welt. Hier haben wir auch eine Campingnachbarin kennengelernt, die ein 22 Wochen junges Känguru, das verwaist war, aufzieht. Es ist genau wie ein Baby zu haben!

Eine Fahrt nach Monkey Mia, aber ohne zu den Delphinen ins Wasser zu stehen, und eine Schiffsfahrt um eventuell Dugongs zu sehen, waren auch auf dem Programm. Leider liessen sich diese Dugongs, die sehr scheu sind nur von weitem sehen, resp. mehr erahnen, denn mehr als einen kleinen braunen Fleck von einem aufgetauchten Rücken konnten wir nicht ausmachen. Aber die Fahrt war trotzdem schoen und dann konnte man erst nochn gratis auch die Sonnenuntergangsfahrt mitmachen.l Da haben wir dann noch einige Delphine z.T. ganz nahe gesehen.

Nach einem weitern Ruhetag gings dann nach Kalbarri mit einem Besuch in einer Papgeien-Aufzuchtstelle. Da haben wir wirklich Papgeien aller Groessen und Farben gesehen. Eine "Prinzess-Parrot" hat sich auf meinen Achsel gesetzt und wollte unbedingt meinen Goldnugget-Ohrstecker klauen! Ich habe schlussendlich gewonnen und ihn behalten! Im Kalbarri Nat.Park gabs wieder imposante Schluchten und ein "Nature Window", einen Felsen mit einem herauserodierten "Fenster", was wiederum mit einigem Wandern und Kraxeln verbunden war. Am naechsten Tag ging dann der Kueste entlang, die hier aus Klippen besteht, zu verschiedenen Aussichtspunkten. An einem Ort sahen wir Delphine, sind dann zum Auto gespurtet, um sie am naechsten Ort wieder zu sehen und hatten unwahrscheinliches Glück, da wir nicht nur die Delphine, sondern 4 Zwergwale ganz nahe (d.h. so 20 - 30 m) am Ufer sahen. Manchmal haben wir die grossen Wale weit draussen durch ihr "Ausblasen" und hin und wieder einen schwarzen Ruecken ausmachen koennen. Alles in allem also eine aufregende Zeit. Dann gings weiter u.a. entlang dem "Pink Lake". Der See ist wirklich ganz rosa bis violett wegen dem Betacarotin, das dort in den Salzkristallen gefangen ist.

In Geraldton wieder das alte Lied. Man hoert die Brandung sieht aber das Meer nicht, da eine hohe Duene die Sicht versperrt. Leider bin ich Moment ziemlich "verschnupft", resp. erkaeltet. Langsam macht sich der Winter bemerkbar und es wird vor allem abends und morgens merklich kuehler. Bald sind die Zeiten vom draussen esssen vorbei. Unsere letzte Station vor der Grossstadt Perth war Cervantes mit dem aussergewoenlichen "Pinnacles Desert". Das ist eine Wueste, die sich staendig veraendert und wo grössere und kleinere "Felstuermchen" aus dem Sand ragen. Es ist wirklichlich schwierig, das zu beschreiben. Wir sind sogar zweimal hingefahren, einmal am Abend und einmal mitten am Tag. In Cervantes machten wir noch einmal lange Strandspaziergaenge. Mittlerweile ist es zum Baden zu kalt (vor allem zum rauskommen!).

So, für heute reichts wieder mal. Wir wünschen Euch allen eine gute Zeit. Bis zum nächsten Mal.

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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