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Mitgliederbeitrag: "Heinz Down Under IX"

Australien, September 2001

Grüss Euch Gott, alle miteinander,

Wir nahmen also Abschied von Cervantes und machten uns auf den Weg zum grössten Kloster Australiens, nach New Norcia. Es ist ein Riesenkomplex (sie nennen es sogar Stadt) mit einer ehemaligen Schule und vielen Nebengebäuden, die heute anderweitig genutzt werden. Das eigentliche Kloster besteht noch immer und ist ein Benediktinerkloster. Es wurde seinerzeit von Spaniern gegründet.

Aber dann gings nach der Grossstadt Perth, wo uns Colleen und Chris erwarteten, die wir ganz am Anfang in Adeelaide auf dem Camp.Platz kennengelernt hatten. Sie wohnen in der Darling Range und wir wurden abgeholt und nach dem Nachtessen wieder "nach Hause" chauffiert. Es war schön, die beiden wieder zu sehen.

Am nächsten Tag gings dann nach Fremantle zu Paddy Barry, der ein Mitpassagier auf dem Schiff von La Spezia bis Perth war. Wir konnten unser rollendes Heim auf dem Rasen ausserhalb des Gartens abstellen (leider war das eigentlich verboten, aber für ein paar Tage schon okay). Am Abend gabs ein tolles Barbeque (hier immer BBQ genannt). Nachts fing es an zu regnen und stürmte ganz schön. Hier war der Regen zwar bitternötig, aber von uns aus, hätte er auch noch etwas warten können. Am andern Tag gings in die Stadt und ich muss sagen, Fremantle ist sehr schön. Leider war uns in dem Regen die Lust zum bummeln vergangen. Aber da hatten wir schon wieder eine Einladung zum Kaffee bei einem ältern Ehepaar (Janet u. Stuart), das wir auf der Postschiffahrt in der Nähe von Sidney kennengelernt hatten. Eine Besichtigung eines ausrangierten Unterseebootes war sehr interessant. Die hatten ja wirklich nicht gerade viel Platz!!

Nach 3 Tagen zogen wir wieder um auf unsern "alten" Camp.Platz "Perth International", der absolute Spitze war. Gottseidank war wieder schönes Wetter und wir hatten Glück, dass an diesem speziellen Tag im "Bell Tower" 3 1/2 Stunden lang das Glockenspiel zu hören war und man auch zusehen konnte, wie 12 Frauen und Männer die Glocken läuteten. Am nächsten Tag, nach einem Mittagessen bei Janet und Stuart, trafen wir uns wieder mit Colleen und Chris und fuhren nach Fremantle um am Abend bei "Kerzenlicht" (man bekam eine kleine Taschenlampe in Form einer Kerze) das alte Gefängnis zu besuchen. Ein chinesisches Nachtessen rundete alles wunderbar ab. (Es war ja 1. August). Nach einem Besuch im schönen Kings Park wieder mit Colleen und Chris und einem Nachtessen bei ihnen gings dann am andern Tag die Küste hinunter zu Peter Niggli (ex Amboni, Ostafrika) ins Hope Valley. Wieder einmal Camping im Garten und verwöhnt werden von Peter, der uns vieles zeigte und uns mit Freunden bekanntmachten, die auch mal bei der Swissair gearbeitet hatten (wie Heinz). Leider war es immer bedeckt und z.T. regnerisch und es wurde auch immer kühler.

Nach 3 Tagen Hope Valley (in der Nähe von Rockingham) gings weiter die Küste hinunter nach Bunbury. Ein Besuch im "Delphin Discovery Centre" war sehr aufschlussreich und beim Kaffee rief plötzlich jemand, die Delphine seien da. Mit Regenjacke und Schirm ab zum Strand vor der Tür und da waren sie tatsächlich. Auch unser "Troopie" braucht hin und wieder Pflege und die war wieder einmal fällig.

Nachher gings über Busselton nach Yallingup. Ngilgi Höhlen waren sehr schön aber auch anstrengend, knapp 700 steile und zT. hohe Treppenstufen hinunter und wieder hinauf! Aber wir sind ja richtig fit! Nach einem Strandspaziergang am frühen Morgen Weiterfahrt mit Besuch einer Schokoladefabrik (eher enttäuschend) und einer Käsefabrik (viel besser) mit einem wunderbaren Camembert und Brie! Da war unser nächstes Mittagessen klar. Übernachten in Hamelin Point und Besuch weiterer 2 Höhlen, die nicht mehr so anstrengend waren. Man kann so viele Höhlen ansehen wie man will, jede ist wieder anders und hat etwas besonderes. Zum Dessert unserer Höhlentour gabs dann am andern Morgen noch das "Jewel Cave" das wirklich ein Bijou ist. Der nächste Höhepunkt war ein Ausflug nach Augusta und eine Fahrt mit dem "Walbesichtigungsboot". Vom Steg aus musste man mit einem kleinen Boot zum grösseren Katamaran ausfahren und umsteigen.

Vorher gings noch kurz zum Cape Leeuwin, dem südwestlichsten Punkt von Australien. Wir sahen ein paar Wale von weitem und am Schluss noch ein bisschen näher eine Walmami mit ihrem 2 Tage alten Baby. Es sah aus wie ein etwas grosser Delphin. Leider war es immer regnerisch und kalt. Im Bett ist es zwar schön warm, aber das Aufstehen am Morgen braucht schon Überwindung, wenn man sogar im Wohnwagen den Atem sieht!

Aber weiter gings nach Pemberton. Dort wollten wir mit dem alten "Tram" eine Fahrt machen. Da wir gut 2 Stunden warten mussten, fuhren wir raus zu einer Forellen und "Marron" (Krebse, etwas grösser als Riesenscampi)-Farm. Da war doch der Chef ein Schweizer namens Egon König aus Schwamendingen. Er ist allerdings seit vielen Jahren in Australien, aber "Züritütsch" spricht er noch praktisch akzentfrei. Wir fuhren nach der Tramfahrt, die durch einen Wald führte, wieder zu Egon und konnten dort neben seiner Küche übernachten und wurden sogar zu einem feinen Nachtessen mit seiner Frau Shelley und Sohn Sean (13) eingeladen. Sean kam gerade von einem viertägigen Schulausflug nach Canberra zurück wo er das erste mal in seinem Leben Schnee gesehen hat und sogar Ski gelaufen ist. (Das Restaurant wird um 17 h geschlossen). Am nächsten Morgen hiess es schon wieder Abschied nehmen.

Nach einem Kaffee mit Egon und Shelley gings weiter Richtung Northcliffe - Walpole und zum "Valley of the Giants". Dort haben sie einen sogenannten "Tree Top Walk" konstruiert. Eine Art Passerelle auf der man auf der Höhe der Wipfel der Baumriesen spazieren kann. Zum Glück mal kurz ohne Regen und sogar mit etwas Sonnenschein. .Es war manchmal eine etwas schwankende Angelegenheit, aber sehr schön, die Wipfel der grossen "Tingle-Bäume" ganz nahe zu sehen.

Nächster Halt war Point Hillier, Perry Beach. Ganz einfacher Camping ohne Strom und Wasser, aber doch Duschen und Toiletten. Wieder einmal mehr regnete es. Auch am nächsten Morgen war das Wetter nicht besser und wir fuhren weiter bis Albany zum schönen Middleton Beach Caravan Park. Schöne Muscheln am Strand direkt vor der Tür. Am nächsten Morgen, wieder einmal bei schönem Wetter, Fahrt zum "Gap" und zur "Natural Bridge", beides vom Wasser herauserodierte Sehenswürdigkeiten. Leider schafften wir es beim "Gap" gerade noch zum Auto, bevor der Regen wieder prasselte. Da war dann Museum "Whaleworld" gerade das richtige, dachten wir wenigstens. Aber die Führung führte zu verschiedenen Gebauden, was immer dazwischen mit sehr viel Wind und noch mehr Wasser verbunden war. Nach einem Tel. mit Bekannten vom Zeltplatz in Kununurra und einer Einladung zum Kaffe genossen wir die warme Stube von Silvie und Bob Benett, der etwa 80 Orchideenstöcke hat und mich mit Orchideen reich beschenkte. Wir beschlossen, noch einen Tag zu bleiben und nochmals zu den Naturschauplätzen zu fahren, da es nach dem Sturm der letzten Nacht sicher noch viel imposanter sei, was dann auch der Fall war. Die Gischt spritzte hoch auf und man wurde z.T. ganz schön nass, wenn man sich nicht wie ich, ganz schnell umdrehte, sodass die Regenjacke das meiste abbekam. Albany liegt sehr schön, aber das Wetter hätten wir uns ein bisschen besser und warmer gewünscht. Je nun, man kann halt nicht überall zur "besten" Zeit sein.

Für heute lassen wirs wieder ein mal gut sein. Allen denjenigen, die uns ein Zeichen schicken (unsere e-mail Adresse: heinz.merkle@bigpond.com) und uns über Vorkomnisse in der Heimat auf dem laufenden halten, sagen wir vielen Dank. Es freut uns immer riesig, auch von Euch zu hören.

Herzliche Grüsse und bis zum nächsten Mal

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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