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Mitgliederbeitrag: "Heinz Down Under X"

Australien, September 2001

Hallo alle miteinander,

Hier sind wir wieder und auf dem Weg nach dem "Valley of the Giants". Es gibt dort einen Weg "auf Stelzen". bei welchem man auf Höhe der Baumwipfel ein ganzes Stück gehen kann. Es ist interessant, diese Baumriesen (Karri-Bäume) mal fast von oben zu sehen. Dann gings weiter nach Pt. Hillier auf einen ganz einfachen Camping Platz ohne Strom- und Wasseranschluss aber doch mit Duschen und WC, dafür direkt am Strand. Leider hat es wieder praktisch ständig geregnet. Wir blieben nur 1 Nacht und fuhren weiter nach Albany, das sehr schön am Meer liegt. Unser Camping-Platz war direkt an der Middleton-Beach und der Strand war voll toller "Shell"-Muscheln. Fast ein Paradies für mich. Es gibt in der Gegend von Albany auch sehr schöne "Naturwunder", wie den "Gap", der aussieht, als wenn ein Stück ganz gerade aus dem Felsen geschnitten worden wäre. Dann gibt es die "Natural Bridge", eine natürliche Felsbrücke. Nach dem Sturm vom Vortag hat es dort ganz schön gespritzt und einige Leute wurden nass. Ich konnte mich grad noch umdrehen. Heinz war auf der andern, windabgewandten Seite zum Filmen und die Kamera hat gottseidank nichts abbekommen.

Eine Einladung bei Silvie und Bob Benett, die wir in Kunanurra auf dem Camp.Platz kennengelernt hatten, liess uns in der schön warmen Stube wieder aufwärmen. Bob hat in einem Glashaus und neben dem Haus im Autounterstand etwa 80 Cimbidium Orchideen, wovon eine ganze Menge blühte. Es war ein herrlicher Anblick. Es hat mir sogar zwei Zweige davon geschenkt. Von Albany ging die Fahrt weiter in die Stirling Ranges, wo wir bei der Visitor-Information unsere fast ersten wilden Erdorchideen entdecken konnten. "Cowslip", "Winter Donkey Orchid" und noch eine andere Art, die wir erst herausfinden müssen. Es war fast so, wie wenn man bei uns "Frauenschuhe" findet.

Bei der Weiterfahrt mit Übernachtung in Grace Lake blieben wir beim Suchen des "Outlooks" das erste mal auf unserer ganzen Reise stecken! Es hatte am Vortag wieder einmal geregnet und auf der Naturstrasse war noch eine Pfütze. Kein Mensch hätte dort auch nur gedacht, den Vierradantrieb einzuschalten. Leider war es Lehm und ziemlich tief aufgeweicht. Gottseidank konnten wir auf meiner Seite einigermassen trockenenen Fusses aussteigen, aber es brauchte sogar noch die Untersetzung um wieder rauszukommen. Was haben wir gelacht. Wir haben wer weiss wie viele Creeks und Flüsse mit Wasser durchfahren (ich habe sie nicht gezählt) und nie Probleme gehabt und so eine kleine, unscheinbare Pfütze hat uns lahmgelegt.

Weiter gings zum "Wave-Rock", einem Felsen der aussieht, wie eine grosse versteinerte Welle. Auch dort haben wir wieder Orchideen gefunden und sind über zwei Stunden rumgewandert und geklettert. Leider war es nachts jetzt immer kalt. Im Bett gings ja noch, da war es schön kuschelig, aber zum Aufstehen war es wirklich kalt. Der Rasen vom Camping Platz in Merredin war voll Reif am Morgen!!

Weiter gings nach Southern Cross, wo es auch wieder ein bisschen wärmer war. Uner Glück war es, Charlie Spencer kennenzulernen (jemand hat uns auf einem Camping Platz (im Osten von Australien) seinen Namen und Tel.Nummer gegeben). Er heisst hier der "Nugget man" und ist ein Goldprospektor, d.h. er sucht Gold mit dem Metallsuchgerät. Wir hätten mit ihm 2 bis 3 Tage "Busch" gehen können, waren aber dafür wegen den kalten Nachttemperaturen nicht ausgerüstet. So hat er uns einen Tag mit in den Busch genommen und Heinz hat 5 kleine Nuggetts gefunden. Leider scheint mich das Gold nicht so zu mögen und ich habe wieder einmal, trotz Suchgerät, nur Altmetall gefunden. Was solls, Charlie hat mir 4 Nuggetts geschenkt und es hat auf alle Fälle Spass gemacht, so im Busch draussen einen Tag zu verbringen. Wir sind dann noch 2 Tage länger geblieben und waren jeden Abend bei Charlie und seiner Frau Michelle - zweimal sogar zum Nachtessen.

In Kalgoorlie haben wir dann von einem Aussichtspuntk aus die grösste offene Goldmine Australiens gesehen. Die Riesenbagger und Lastwagen sahen aus wie Spielzeug. Norseman war dann die letzte Station vor der grossen West-Ost Durchquerung durch die "Nullarborwüste", eine Strecke von über 1000 km. Von dort aus sind wir noch rasch nach Esperance "gehüpft", da viele sagen, es sei die schönste Stadt in Südwestaustralien. Uns persönlich hat Albany besser gefallen. Von verschiedenen Aussichtspunkten aus haben wir dann bei der "Nullarbor"-Fahrt endlich Wale gesehen. Oft Mütter mit "Teenagern" oder Babies. Das ist schon sehr eindrücklich, wie diese Riesen-"Fische" elegant durch das Wasser gleiten oder fast stillliegen. An einem Ort haben wir auch noch Seelöwen gesehen. Man könnte diese Tiere stundenlang beobachten und an der "Head of Bight", wo es eine Plattform für die Walbeobachtung hat, haben wir einige Stunden verbracht.

In der ersten Stadt nach der Nullarbor-Durchquerung, in Ceduna, war dann wieder mal Grosseinkauf, vor allem Gemüse und Früchte, da man von Westaustralien nach Südaustralien überhaupt nichts von dem mitnehmen darf (Fruchtfliege). In Streaky Bay haben wir den Caravan eingerichtet und sind nur mit unserm Troopie nach Point Labatt gefahren um dort die einzige Seelöwenkolonie Australiens auf dem Festland zu besuchen. Es gibt extra auf den Klippen eine Plattform für die Beobachtung, sodass die Tiere ungestört bleiben. Es war zwar kalt und ungeheuer windig aber wir sind doch eine ganze Weile geblieben, bis die Finger vom Feldstecher-Halten ganz klamm und steif waren. Die Seelöwen bleiben jeweils bis zu 3 Tagen im Wasser um zu fressen und ruhen sich dann mindestens zwei Tage am Strand aus. Ein bisschen weiter draussen hatte es noch Seehunde, die ein bisschen kleiner sind.

Die nächste Nacht war so stürmisch, dass wir unser Dach (Poptop) eingezogen haben. Man kann nicht mehr ganz gerade stehen, dafür war es ruhiger und weniger kalt. Wir haben oft, wenn wir unterwegs waren und sich die Gelegenheit bot, Halt und einen Spaziergang gemacht. So auch in Venus Bay den "South Head Walking Trail" entlang den Klippen bis zu einem kleinen Kap. Ich könnte stundenlang zusehen, wie die Wellen sich an den Felsen brechen und die Gischt hoch aufspritzt.

Für heute machen wir wieder einmal Schluss und sagen allen "bis bald"

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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