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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ IV

Neuseeland, Ende Dezember 2001

Guten Tag,

Hier sind wir wieder. Nach dem Besuch der Rakaia Gorge wollten wir eigentlich zur Skistastion Mt. Hutt hochfahren. Der Wind blies gewaltig stark und schüttelte uns manchmal richtig durch. Die Aussicht war phänomenal, aber unten war leider nirgendwo angeschrieben, dass die Strasse weiter oben ab 16 h gesperrt mit einem Tor ist. Also auf der Strasse umkehren und das mit dem Wohnmobil! Heinz musste aussteigen und mir die Türe halten, damit ich auch aussteigen und ihm dann behilflich sein konnte. Die Strasse war zwar ziemlich breit aber Heinz musste etwa 50 m zurückfahren um mehr Platz für das "Hinterteil" des Womos zu haben. Ich habe mich nicht getraut, am Rande der Strasse zu gehen, der Wind blies so stark! Zweimal hats mich fast umgeblasen!!! Zum Einsteigen dasselbe in blau. Also alles wieder steil runter und Weiterfahrt bis Mt. Somers.

Im kleinen aber schönen Camping lagen überall noch Zweige und Blätter vom Sturm. Die grösseren Äste waren bereits aus dem Weg. Ein Schweizer (aus Schwamendingen!) der mit dem Fahrrad unterwegs ist, sagte, dass er sogar bergab noch tüchtig "trampen" musste!! Aber dann hat sich der Wind ein bisschen beruhigt und unser nächster Halt war dann Geraldine. Dort haben wir Prue und Peter Sanders wieder getroffen. Wir hatten sie in Pohara auf dem Zeltplatz kennengelernt. Sie haben uns zum Kaffee und zum Mittagessen im Pub eingeladen und haben uns während eines ganzen Tages die Umgebung von Geraldine gezeigt. Sogar ein Schafscheren konnten wir noch miterleben. Peter ist mit im Team eines wunderschönen Oldtimer Museums für Autos, Traktoren, Landmaschinen und dem schönsten Vorläufer eines Wohnmobils mit Tiffany-Lampe und Fenstern und einem eisernen Ofen zum heizen. Schlafen war allerdings nicht vorgesehen. Und dann folgte ein erster Höhepunkt der Natur der Südinsel, Lake Tekapo und Mt. Cook! Der See ist absolut türkisfarben. Das kommt daher, dass die Gletscher und die Flüsse das Gestein ganz fein zu Mehl vermahlen und das macht dann im Wasser diese herrliche (schon fast kitschige) Farbe. Für einen Flug zum Mt. Cook war es zu boeig und vom Lookout aus haben wir festgestellt, dass man ihn gar nicht gesehen hätte. Er war in den Wolken, aber sonst schien die Sonne. Am nächsten Tag konnte der Flug dann doch noch stattfinden. Mt. Cook haben wir schön gesehen und von den Gletschern auch hin und wieder ein Auge voll bekommen, so zwischen den Wolken. Aber alles in allem war es doch recht eindrücklich. Am Nachmittag sind wir dann noch nach Mt.Cook Dorf gefahren und von da haben wir ihn dann wirklich prächtig gesehen. Er ist übrigens der höchste Berg Neuseelands mit 3499 m! Vielleicht sehen wir ihn dannn nochmals von der Westküste her. Mal sehen. Eine Fahrt ins Tasmantal und ein steiler Aufsteig zum Aussichtspunkt auf den Gletscher haben wieder einmal Bewegung gebracht.

In Twizel konnten wir am andern Morgen das "Black Stilt Aviary" (Stelzenvogel) besuchen. Es ist eine Aufzuchtstation für "Black Stilts" die schon fast ausgestorben sind. Wiesel, Possums und Wildkatzen (alle eingeschleppt) sind ihre Feinde und diese haben auch andere einheimische Vogelarten fast zum aussterben gebracht.

Beim Lake Benmore haben wir die grosse "Powerstation" (Wasserkraftwerk) besucht. Wieder einmal waren wir die einzigen (wie bei den Black Stilts) und hatten eine Privatführung. Die Riesendruckstollen sind hier aus Beton. Sie wurden extra gegossen und sollen 150 Jahre halten. Leider hat uns der Regen wieder eingeholt. Am Dansey Pass haben wir in einem kleinen netten Camping übernachtet und Heinz hat noch sein Glück beim Goldwaschen versucht. Allerdings wieder ein mal mit nur kleinem Erfolg. Auch ich hatte kein Glück. Es ist schon ein hartes Leben als "Goldwäscher", aber vielleicht kommen doch noch bessere Zeiten. Aber dann gings wieder an die Küste nach Oamaru. Wir hatten Glück und sahen den seltenen "Yelloweyed Pinguin" vom Beobachtungsstand aus. Dann konnten wir mit auf eine Tour mit Jim, um einen Pinguin-Elternteil (man kann nie sagen, ob es der Vater oder die Mutter ist) mit einem Baby zu sehen. Die alten sind schwarz mit einem gelben Strich über die Augen und gelben Ringen in den Augen. Die jungen sind noch ganz braun und haben ein luftiges Daunenkleid. Es war schön, sie so aus der Nähe zu sehen. Die Besichtigung der kleinen "blauen Pinguine" liessen wir sein, da alles sehr touristisch aufgemacht ist. Vielleicht sehen wir sie noch ganz natürlich wo anders.

Und dann machten wir noch etwas ziemlich verrücktes. Um 00.02 in der Nacht vom 20. Dezember war die Premiere für den Film "Lord der Ringe". Mit Glück haben wir noch zwei der letzten 4 Karten erhalten. Der Film ist zwar gar nicht mein Geschmack, aber es war doch mal etwas spezielles, von Mitternacht bis morgens um 03.30 h im Kino (ist gleichzeitig auch das Theater und die Oper von Oamaru) zu sitzen!! Natürlich haben wir dann auch etwas länger geschlafen!!

Am Nachmittag gings dann noch bis nach Moeraki, um die "Moeraki Boolders" zu sehen. Es sind gewaltige Septarien (Steinkugeln mit Calciteinschlüssen), die am Strand liegen und z.T. noch in der Klippenwand halb eingeschlossen sind. Der Campingplatz dort gehört einer Schweizerfamilie (Berner). Theres hat uns für das Nachtessen Fisch gebracht und am Morgen gabs zum Frühstück "Mutschli". Nach dem Nachtessen fuhren wir noch zum Beobachtungsstand für "Yelloweyed Pinguine" und hatten wieder einmal Glück. Eltern und Babies, Jungtiere, die noch nicht 2 Jahre alt sind und noch keine gelben Streifen haben und ein paar Seehunde. Bei der Weiterfahrt am nächsten Tag zum "Shag Point" sehen wir zwar keine Pinguine, aber einige Seehunde. Letzte Uebernachtung vor Dunedin in Palmerston. Ein etwas ungewöhnlicher Camp.Platz. Es ist nämlich ein ehemaliges Lungensanatorium. Aber wir haben ja immer unsere eigene "Villa" dabei!

Wie's dann weiterging könnt ihr im nächsten Reisebericht lesen. Für heute liebe Grüsse, hebed Eu Sorg und bis bald.

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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