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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ VI

Neuseeland, Februar 2002

Grüezi mitenand,

Von Invercargill fuhren wir nach Bluff (das ist kein Bluff, das heisst so) ganz im Süden. Das Wetter war wieder einmal sehr wechselhaft. Bluff hat ein sehr schönes kleines Marinemuseum. Leider haben wir keinen Sandstrand gefunden, nur Felsen oder Steine. Am andern Morgen gins zurück nach Invercargill und Richtung Oreti Beach. Ein riesenbreiter Sandstrand hätte eigentlich zum Strandwandern verführt, wenn nicht wieder mal Regentropfen uns vertrieben hätten. In Oreti ist ein schöner Campground mit grossen alten schattenspendenden Bäumen.Unglücklicherweise war an diesem Wochenende (es war Samstag) ein Autorennen gleich ausserhalb des Camping (natürlich mit entsprechendem Lärm).Wenigstens haben sie um 5 h nachmittags aufgehört. In der Zwischenzeit schien auch schon wieder die Sonne.

Am Sonntagmorgen waren wir um 8 h bereits am Flughafen in Invercargill für unsern Flug nach Steward Island um 09 h. Der Himmel war teilweise bedeckt und bei unserer Ankunft auf Steward Island eine halbe Stunde später wusste man nicht, ob Regen oder Sonnenschein den Kampf gewinnen würde. Wir hatten uns für 1 Nacht im südlichsten Hotel von NZ angemeldet, im South Sea Hotel. Gleich nach dem eincheckengingslos miteiner Busfahrt mit "Billy the Bus" (ein alter gelber Bus). Jim, unser Chauffeur, war wirklich ein Original mit langem grauem Bart und ich bin überzeugt, er hätte mindestens zwei Wochen oder länger pausenlos Geschichten erzählen können, ohne sich einmal zu wiederholen!! Wir wollten dann noch nach "Ulva Island", wo man nur mit dem Boot, resp. Wassertaxi hinkommt. 16 h war schon ein bisschen spät, da sie normalerweise die Leute um spätestens um 18 h dort abholen. Nach einem Tel. Anruf kam die gute Antwort, dass das kleine Boot in Freshwater noch Wanderer abholen müsse und uns im Rückweg um 8h in Ulva Island mitnehmen könne. Für uns war das natürlich super und gab uns Zeit für verschiedene Wanderungen. Ulva Island ist ein Reservat und mittlerweise frei von Wieseln, Opossums etc, sodass sich die Vogelwelt wieder erholen kann. Wir haben wirklich Glück gehabt und seltene Vögel in Ein- oder Mehrzahl gesehen. Gottseidank hat das gute Wetter gesiegt und es war ein herrlicher Abend. Leider wurden unsere Pläne am andern Morgen etwas durchkreuzt, da alles, was wir noch gerne unternommen hätten nicht stattfand. Wir haben dafür das Museum besucht und uns auf der Hotelveranda gemütlich hingesetzt.

Um 15.30 h fuhr die Fähre nach Bluff (1 Stunde, ruhige See) und von dort gings mit dem Bus wieder zum Flughafen Invercargill um unsere rollende Villa abzuholen. Nach Invercargill gings dann weiter nach Colac Bay, wo wir einen ganzen Sack Muscheln geschenkt bekamen. Am Strand haben wir wieder einmal Pauashells (Venusohren) gefunden. In Waikata Beach Camping haben wir sogar zwei Pauas zum essen geschenkt erhalten. Sie schmecken wirklich gut, man muss sie nur etwas weichklopfen. Wir haben sie da das erste, aber nicht das letzte mal gegessen. Und schon gings nun wieder nordwärts zu den berühmten Doubtful und Milford Sound. Unterwegs, in Clifden, haben wir noch eine 100 Jahre alte Hängebrücke inspiziert. Sie sieht immer noch recht stabil aus, nur dürfen keine Autos mehr darüber fahren.

In Manapouri war ein weiterer wunderschöner kleiner Campground (The Glade) inmitten vonalten Bäumen. Man konnte in knapp 10 Minuten durch den Wald zur Abfahrtsstelle für die Schiffahrt über den Lake Manpouri gehen, was am andern Morgen auch prompt gemacht wurde. Zuerstgings mit dem Schiff über den See, dann mit einem Bus über den Wilmot Pass und dann wieder mit einem Schiff durch den Doubtful Sound (ein breiter Fjord) bis zur Tasman Sea. Am Endedes Fjords sonnten sichwieder einmal Seehunde auf den Felsen. Wettermässig hatten wir Glück mit einem sonnigen Tag. Auf dem Rückweg fuhr der Bus auch noch durch einen langen Tunnel zum grossen Kraftwerk. Man sah aber nur von einer Plattform aus mit vielen Infotafeln und einem Modelldie Maschinenhalle und eine Angestellte gab Auskunft auf Fragen. Danngings wieder mit dem Schiff zurück über den See und zu Fuss durch den Wald zum Camping.

Te Anau war nächste Station. Wir waren bereits am Mittag dort (es waren ja nur 20 km! was für ein Unterschied zu Australien!!). Eigentlich hatten wir ja schon die Glühwürmchenhöhle von Waitomo besucht, aber die von Te Anau ist doch etwas anderes. Es ist nämlich eine"junge Höhle" und der Fluss fliesst immer noch durch sie hindurch! Zuerst gings mit dem Schiff über den See (Lake Te Anau), dann zu einem Visitors Centre mit interessantem Video und Gratis Kaffee oder Tee und dann gings los. Zürst zu Fuss zum Eingang und ein kleines Stück rein, dann mit einem Boot auf dem Fluss im Berg drin,wieder ein Stück zu Fuss und am Schlusss wieder mit einem Boot, das an einem Kabel entlang gezogen wird durch die Glühwürmchen. Es muss alles fast lautlos geschehen, denn sonst "verlöschen" die Glühwürmchen. Das sieht einfach toll aus, fast wie ein Sternenhimmel. Es sind übrigens gar keine richtigen "Glühwürmchen", sondern Insektenlarven, die an der Decke hängen und grün-silbrig leuchten, Sie lassen Fäden mit Tröpfchen herunterhängen, in denen sich Insekten, die in die Höhle gelangen, fangen. Schlaue Dinger und erst noch schön!!

Am nächsten Morgen gings dann zum Milford Sound. Wir haben sogar die Bustour von Te Anau aus gebucht, damit man sich wirklich mal auf die Aussicht freuen konnte, ohne dass man sich auf die Strasse konzentrieren musste. Die Strasse ist teilweise steil und schmal. Viele sagen, der Doubtful Sound sei schöner als der Milford, obwohl in allen Reiseführern und Prospekten fast nur vom Mildford Sound die Rede ist, aber sie sind beide schön und einfach verschieden. Milford ist eher wie ein richtiger Fjord, lang und schmal. Aber man kann ja auch nicht Birnen und Aepfel vergleichen! Auch hier am Ende des Sounds konnten wir wieder Seehunde beobachten. Bei der Hinfahrt und vor allem bei der Rückfahrt hatte man ein paar Mal Gelegenheit aus dem Bus auszusteigen und kürzere Wanderungen (bis so ca. 30 Min.) zu machen. Dreimal auf Parkplätzen haben wir dann endlich Keas (Bergpapageien) gesehen. Sie sind recht gross (41 cm) mit grossen Papageienschnäbeln und haben eine Vorliebe für Gummidichtungen an Autoscheiben. Nicht immer zur Freude der entsprechenden Besitzer. Wieder hatten wir Glück und einen Supertag erwischt, obwohl anscheinend der Milford Sound bei Regen auch seine Reize hat und vor allem bei Sturm. Aber nach all dem Regen, den wir bis jetzt hatten, konnten wir gut darauf verzichten.

Nach einem Besuch im Wildlife Centre am andern Morgen (verschiedene Vögel) gings dann weiter nach Queenstown. Wunderschön am Lake Wakatipu gelegen. Leider waren wir vom sogenannten "neusten und besten" Campground von NZ ziermlich enttäuscht. Kein Schatten. Duschen noch unvollständig! Wäsche aufhängen unmöglich und Trockner teuer! Also sind wir am andern Morgen umgezogen auf einen wunderschönen Camp.Platz unter grossen alten Bäumen. Auch von dort konnte man zu Fuss zur Gondelstation und in die Stadt (es war nur etwas weiter) und nach einer Gondelfahrt die Aussicht geniessen. Dani Gerber, ein Bekannter aus der Schweiz, der mit einer Neuseeländerin verheiratet ist und immer im Winter so ca. 3 Monate in Queenstown wohnt (sie haben ein Haus dort) hatte uns beim Kaffee diesen Platz angegeben. Er ist ganz in seiner Nähe und am übernächsten Tag wollten wir mitDaniauf "Goldwasch-Tour". Er macht das professionell und hat auch Zugang zu Orten, die sonst für uns unerreichbar wären. Eine Fahrt mit der Gondelbahn am Nachmittag und dann um 18 h eine Fahrt mit dem altenDampfschiff auf dem See haben Queenstown wirklich von seiner schönsten Seite gezeigt, aussser dass nach der Hälfte der Schiffahrt Petrus wieder einmal seine Kübel ausgeleert hat. Auf unsere Bitte beim Fjordland Reisebüro beim Schiffsteg, uns ein Taxi zu rufen meinte einer der Angestellten, wir könnten gleich mit ihm mitfahren, er müsste sowieso in die Richtung und es sei kaum ein Umweg. Es stellte sich dann heraus, dass es ein Buschauffeur war. Ein so grosses Taxi hatten wir noch nie bekommen und erst noch gratis!!

Nach wenig erfolgreicher Goldsuche im Shotover River am nächsten Tag (nur Heinz, ich habe gelesen) gings dann am nächsten Tag los mit Dani. Es kamen noch die Eltrn von einem in Neusseland lebenden Bekannten von Dani mit. So wurde der ganze Ausflug für alle etwas billiger und da wir uns alle gut verstanden haben, wars auch "de Plausch". Mit Dani war Goldwaschen natürlich etwas anderes. Er hatte einen Detektor und gute Schaufeln und wir haben auch wirklich schöne Flitter und sogar 2 bis 3 ganz kleine Nuggets gefunden. Es macht schon Spass, wenn fast in jeder "Pfanne" etwas drin ist. Leider führten die Flüsse noch immer viel Waser, sodass wir an die besten Orte gar nicht hingehen konnten. Aber was solls. Es war ein toller Tag und wir hatten ja auch nicht damit gerechnet, unsere Ferien mit einem Tag Goldwaschen zu finanzieren!!

Queenstown hat auch einen "Vogelpark", in welchem man sogar in einem verdunkelten Raum Kiwis(die ja nachtaktiv sind)sehen konnte. In der freien Natur ist das praktisch unmöglich, ohne mit einem "Profi" unterwegs zu sein. Ein Pukeko, der ganz frei herumlief, hatte eine Vorliebe für Schuhbändel und es dauerte keine Minute bismeiner und auch andereoffen waren!!

So, das wärs wieder mal für heute. Liebe Grüsse an Euch alle

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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