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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ IX

Neuseeland/Schweiz, April 2002

Liebe Verwandte, Freunde und Bekannte,

Hier der versprochenen letzte Reisebericht. Die letzten Tage in Auckland haben wir mehrheitlich auf dem Campingplatz verbracht mit packen und aussortieren der Sachen, die wir nicht mehr mitnehmen wollten (oder konnten, von wegen Gewicht!). Ein paar Stunden haben wir auch mit einer netten "Nachbarin" verplaudert, haben einen Besuch beim "Steinclub" gemacht und sind zum Abschluss auch noch auf den "Skytower" gefahren. Die Aussicht ist wirklich atemberaubend und vor allem am Abend, wenn dann langsam überall die Lichter der Stadt aufleuchten, überwältigend. Am letzten ganzen Tag haben wir unser unbegleitetes Fluggepäck im Frachtflughafen aufgegeben, uns von Mark von Adventure Travel und seinem Team, die alle sehr hilfsbereit waren, verabschiedet, unsere letzten Lebensmittel vertilgt und uns zum letzten mal in unserer rollenden Villa schlafen gelegt. Zeitig am Morgen hiess es aufstehen, die letzten Sachen wie Zahnbürste etc. verstauen und uns auf den Weg machen. Ein Mitglied des Adventure Teams hat uns begleitet und das Wohnmobil zurück zu Adventure gefahren. Natürlich war unser Gepäck (trotz wiegens auf einer Badezimmerwaage) zu schwer und wirmussten uns noch von ein paar Sachen trennen. In Erwartung, dass so etwas passsieren könnte, fiel die Wahl nicht allzu schwer und Tränen mussten auch keine vergossen werden. Kurz nach Mittag gingen wir dann in die Luft und warfen noch ein paar Blicke auf Neuseeland, das in den letzten knapp 6 Monaten eine zweite Heimat war.

Unser Abflug von Auckland war am 22. März, kurz nach Mittag. Unsere Ankunft in Hawaii war am 21.März um 22.30 h!!! (So wird man rasch einen Tag jünger!!). Glücklicherweise hatten wir bereits von Auckland aus ein Auto gemietet, sodass Transport keine Thema war. Bei Alamo konnten sie uns auch ein Hotel in der Nähe angeben (und wir bekamen sogar noch ein Zimmer), sodass wir um halbeins bereits ins Bett konnten. Da das Zimmer im dritten Stock war, kam es uns sehr gelegen, dass wir das grosse Gepäck in einen sicheren Aufbewahrungsraum stellen konnten. Am Morgen war es dann immer noch der 22. März!! Wir fuhren entlang der Küste im Osten und im Westen. Eigentlicfh hofften wir, im Norden die grossen Surfwellen zu sehen. Leider sind sie nur im Winter vorhanden und jetzt war es recht ruhig. Obwohl die Temperatur teilweise bis auf 28° stieg, war es meistens sehr angenehm mit einem z.T. starken Wind. Interessant war der Teil der Küste im Osten von Honolulu mit Felsen, Buchten und einem "Blowhole". Ich kann mir zwar nicht vorstellen, auf Oahu 14 Tage Ferien zu machen. Anscheinend sind die andern Inseln schöner und interessanter. Vielleicht sind wir auch etwas verwöhnt von den schönen Stränden in Australien und Neuseeland.

Am 25. März flogen wir dann um 00.30 h weiter nach Toronto, wo wir am Nachmittag landeten. Der Temperaturunterschied war gewaltig, da es hier so um 0° war!! Mit einem Bus-Taxi fuhren wir in ein Hotel, das zwar nicht im Zentrum war, dafür mit einer Tramstation direkt vor der Tür und einem entschieden niedrigeren Zimmerpreis als im Zentrum. Im selben Gebäude (man musste nicht mal raus) war ein sehr gutes indisches Restaurant, das den Hotelgästen am Morgen eine Gratismorgenessen mit Spiegel- oder Rühreiern, Kartolffeln, Wurst, Toast, Butter und Konfitüre offeriert hat. Das Nachtessen dort war hervorragend. Leider stimmte die Wettervorhersagen ganz genau und am Morgen war alles weiss (10 cm Schnee) und es schneite noch immer. Was lag also näher als ein Museumsbesuch. Das Bata-Schuhmuseum ist sehr interessant und die Sachen sind auch sehr schön ausgestellt. Die Riesenshopping-Stadt im Untergrund der City war nicht so unser Fall und anscheinend schliessen die Läden dort schon um 18 h, sodass wir nach einem Essen vom Thai-Stand wieder zurück in unser Hotel fuhren.

Am nächsten Morgen wurden wir für eine Fahrt zu den Niagara-Fällen kurz vor 9 h im Hotel abgeholt. Das Wetter war wieder etwas besser. 1. Halt waren die "Rapids", Stromschnellen etwas südlich der Fälle. Dann gings zum Skylone-Tower mit toller Aussicht auf die amerikanischen und die kanadischen Fälle. Das Buffet-Mittagessen im Sheraton war eher enttäuschend: Essen mittelmässig und die Auswahl eher armselig, dafür der Preis ganz schön hoch (wir mussten gottseidank nur 18.- statt 24.-$ bezahlen). Der Tour-Veranstalter hatte für uns in diesem Hotel auch ein Zimmer gebucht, da wir eine Nacht in Niagara-Falls verbringen wollten. Leider war auch das Computer-System zusammengebrochen, sodass wir unser Gepäck beim Portier liessen und nochmals mit dem Bus mitfuhren zu den kanadischen Fällen. Je nachdem wie der Wind drehte, bekam man eine reichlich kühle, feine Gratisdusche! Um 15 h zurück im Hotel (nach einer erneuten Wartezeit von einer halben Stunde, aber mit Gratiskaffee) konnten wir dann unser Zimmer im 8. Stock mit der phantastischen Aussicht auf die Fälle beziehen. Schlussendlich hatte die Sonne den Kampf mit den Wolken gewonnen und wir wanderten durch den Park zurück zum Skylone-Tower (mit dem Billet konnte man am gleichen Tag nochmals gratis hochfahren). Die Aussicht war atemberaubend und mit dem Schnee und Eis auf Sträuchern und Geländern sah alles aus wie eine Märchenlandschaft. Da uns zwei Mitpassagiere ihr Billete auch noch gaben, konnten wir am Abend beim Einnachten nochmals hoch im Turm und die Fälle bei Beleuchtung sehen. Nach weiss (eine halbe Stunde) und gelb fuhren wir dann wieder runter. Der Hunger machte sich bemerkbar und wir wanderten zurück durch den Park und die Clifton Hill Road (die Horror-Strasse hinauf). Geisterhäuser, Frankenstein etc. konnten uns nicht locken, hingegen die Pizzeria Antica mit ihrem Duft. Auf dem Rückweg ins Hotel waren uns die Regenborgenfarben bei den Fällen doch etwas zu kitschig. Vom Hotelzimmer aus haben wir noch oft auf die Fälle geschaut (vor allem auch früh am Morgen). Der nächste Tag war sonnig und ein bisschen wärmer. Ein herrlicher Spaziergang von den amerikanischen Fällen, gleich gegenüber des Hotels zu den kanadischen Fällen, die man natürlich auch schon sah hat uns wieder etwas Bewegung verschafft. Heute wählten wir das Buffetmittagessen im Casino direkt neben dem Sheraton und das hat sich wirklich gelohnt. Für 11 $ !, inklusive nichtalkoholische Getränke, gab es eine Riesenauswahl und das Essen war hervorragend. (Die machen ihr Geld nicht mit dem Essen, sondern mit dem Spielbetrieb!). Um 15 h hat uns dann der Bus beim Hotel abgeholt und mit einem Unterbruch bei einer Weinkellerei (wir brauchten uns für nichts zu entscheiden, da wir sowieso an der Gewichtslimite beim Gepäck waren) gings dann zurück nach Toronto.

Da der Wetterbericht für Karfreitag wieder schlecht war, fuhren wir sofort in die Stadt und auf den höchsten Turm der Welt mit einer gewaltigen Aussicht auf die Stadt und die Umgebung. Man soll an ausserordentlich klaren Tagen sogar den Dunst über den Niagarafällen sehen (140 km entfernt). Heute war es nicht ganz so klar aber trotzdem eindrücklich, auch wieder vor allem als überall die Lichter angingen. Leider war dann aber unser "kleines" Nachtessen im chinesischen Restaurant eher ein Reinfall (teuer und nicht besonders), aber man kann ja nicht immer gewinnen. Karfreitag war wieder trübe und so machten wir nur einen Spaziergang am See in der Nähe des Hotels und verbrachten die meiste Zeit im Zimmer mit lesen und TV. Nach dem Auschecken und dem Verstauen allen Gepäcks im Hotel gings nochmals in die Stadt zum Keramikmuseum, das wirklich sehenwert ist (viel Meissen!).

Um 16 h holte uns das Bustaxi beim Hotel ab und fuhr uns zum Flughafen. Abflug mit etwas Verspätung nach 20 h und Ankunft in Zürich Kloten nach gut 7 Stunden kurz nach 10 h am Ostersonntag. Wir freuten uns natürlich sehr, unsern Sohn, Tochter, meinen Bruder mit Frau und Schwiegermutter und einige liebe Freunde am Flughafen zu sehen. Ein Brunch in Seebach bei Röbi und Silvia liess uns ganz schnell wieder wie zu Hause fühlen. Glücklicherweise war das Wetter herrlich sonnig und mild, sodass Sehnsucht nach den wärmeren Gegenden gar nicht erst aufkommen konnte. Und nun sind wir also schon wieder gut zwei Wochen zuhause und der Alltag hat uns wieder. Es gibt zwar noch viel zu sortieren, zu bearbeiten etc. aber dazu lassen wir uns Zeit.

Wir möchten nochmals allen herzlich danken, die uns mit Geburtstags- und Abschiedsgeschenken viele Extras ermöglicht haben, allen die uns durch e-mails mit Nachrichten aus der Heimat versorgt haben und allen die uns in Gedanken auf unserer Reise begleitet haben. Macheds guet und bliibed gsund

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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