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Bericht über die Börse 2004 aus der NZZ:
22. November 2004

Das grosse kleine Land Uri

Eindrücke von der 44. Zürcher Mineralienbörse

Hon. Der Gastkanton Uri hat an der Zürcher Mineralienbörse vom vergangenen Wochenende eine Sonderschau präsentiert. Natürlich standen die Mineralien im Vordergrund, herrliche Eisenrosen und prächtige Stufen von schwarz glänzenden Morion-Bergkristallen. Aber Uri zeigte sich nicht nur als Eldorado für Strahler, es präsentierte sich als kleiner Kanton mit grossen Möglichkeiten, sei es in Sachen Wintersport, Wandern, Bergsteigen oder aber auch mit kulinarischen Spezialitäten wie Seelisberger Chäsli und Birewegge.

Die Zürcher Mineralienbörse bietet auf zwei Etagen eine Fülle von Mineralien und viele Schmuckstücke, Ringe, Halsketten und Armschmuck. Darunter sind Prachtsstücke von Museumsqualität, etwa ein grasgrüner Fluorit aus China oder glasklare Aquamarinkristalle aus Pakistan, die 5000 Franken und mehr kosten. In der Mehrzahl aber hat es Stücke, die sich auch ein Sammler mit bescheidenem Budget leisten kann. Kinder bekommen sogar hie und da einen Brocken Rosenkranz oder einen kleinen Bergkristall geschenkt. So sorgen die Verkäufer für Nachwuchs bei ihrer Kundschaft.

Ganz allgemein interessieren sich Jugendliche für die Schätze, die die Erde hergeben kann, und sie kommen hier schnell ins Gespräch mit den Ausstellern aus aller Herren Ländern. Noch immer hat es Aussteller aus Asien, Russland und aus den Balkanstaaten, aber man hat das Gefühl, es seien weniger, und sie beklagen sich über die komplexen Abrechnungen, die der Zoll von ihnen verlangt - zumindest muss der Zoll herhalten als Argument, weshalb die Preise nur beschränkt verhandelbar sind.

Noch treffen sich erstaunlich viele Schweizer Strahler und Händler in der Messehalle in Oerlikon. Das Publikum interessiert sich nach wie vor für die schönen Kristallstufen, welche die Schweiz zu bieten hat. Rauchquarze aus Sedrun finden ihre Liebhaber ebenso wie gelb gefärbte Bergkristalle aus Elm. Und auch ein Händler mit Fuchsit - grünem Glimmer - aus dem Binntal findet Interessenten, auch wenn am gegenüberliegenden Stand viel perfektere, viel krasser grüne Fuchsite aus Südamerika die Käufer locken. Die weniger spektakulären Funde aus den eigenen Bergen haben in Zürich noch immer ein «Heimspiel».

Neue Zürcher Zeitung, 22. November 2004

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